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All diejenigen, die bei Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, großen Lauschangriff etc. pp. immer sagen: "Ja, lass sie doch machen, ich hab doch nichts getan", die sollten sich mal die Reportage der ARD [1] besorgen, die gerade im Ersten gezeigt wurde. Einige Schicksale kannte ich schon aus einer älteren Kerner-Sendung (ja, der bringt auch mal was investigativ-informatives). Da wird berichtet, wie schnell man unschuldig in die Mühlen der Justiz kommen kann und wie entlastende Beweise untzer den Tisch gekehrt werden. Aber es betrifft ja nur ca. 5% aller Verurteilten, bei ca. 75.000 schlappe 4.000 pro Jahr. In der Statistik spricht man bei sowas von alpha-Fehlern: Eine Hypothese (in dubio pro reo [2] - oder (nicht gleich!) unschuldig) wird verworfen (=schuldig) obwohl sie richtig ist (=unschuldig). Das ist der Sinn, der hinter den Signifikanzniveaus steckt: Mit 95% kann man davon ausgehen, dass ..., aber ein Restrisiko von 5% bleibt. Das sollte bei der Justiz (und Politik) auch mal ins Bewusstsein geraten: Fehler sind menschlich, man muss sie aber auch eingestehen. (Leider gibts das nicht in der ARD-Mediathek, aber vielleicht bald bei YouTube?)
Links
[1] http://www.ard-digital.de/programmvorschau/100136557271/01072009-2330-DasErste/Unschuldig-im-Knast
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/In_dubio_pro_reo
[3] http://www.darktiger.org/home/category/bitte_hier_ankreuzen/statistik
[4] http://www.darktiger.org/home/category/bitte_hier_ankreuzen/b_rgerrechte
[5] http://www.darktiger.org/home/category/horch-guck/mattscheibe-0