Medien

Druckversion

Auf dieses Buch aufmerksam wurde ich bei der Causa Brender und einem Telepolis-Artikel zum Thema. Dort ging es um den Historiker Guido Knopp, der seinen Professorentitel an einer zweifelhaften "konservativen" Hochschule erwarb. Das lag dann einige Zeit bei mir rum, bis ich es dann doch mal angepackt habe. Untertitelt ist das Buch mit "Skandalgeschichten und Enthüllungsberichte. Ein Handbuch zur Recherche und Informationsbeschaffung." Zumindest der letzte Teil ist doch eher abschreckend und trifft den Inhalt keineswegs.

****

So eine WM ist ja auch immer ein großes Fest für Freunde der Ran-Datenbank. Die haben gestern auch mal die Fußballexperten des ZDF hervorgekramt und statistisch signifikant festgestellt, dass Deutschland bei allen drei bisherigen WM Titeln 1954, 1974 und 1990 gegen Serbien Jugoslawien gewonnen hatte. Tja, dann wird es wohl diesmal wieder nichts mit dem Titel.

Ich wurde noch beauftragt etwas zur GEZ-Reform zu schreiben :-) Nein, hatte ich eh vor, nur genauso wie beim Leuchtturm-Casting durch Mutti kam ich in letzter Zeit nicht dazu. Die Story ist schnell erzählt und wohl auch allseits bekannt: ARD und ZDF haben sich vom Ex-Verfassungsrichter und "Professor aus Heidelberg" Paul Kirchhof ein Gutachten zur Reform der GEZ-Gebühr zusammenschustern lassen. Zur Ehrenrettung von Kirchhof muss man wohl dazu sagen, dass es in dem Gutachten (lediglich?) darum ging, ob die Haushaltsabgabe verfassungsrechtlich durchsetzbar ist. Dies dann so zu puschen, dass es so gleich von den Ministerpräsidenten durchgewunken wurde, muss als hervorragender PR Erfolg eingeordnet werden.

Kritik an der Haushaltsabgabe regnete es so schnell, wie sie publik war. Sicher nicht zu unrecht. Ich persönlich finde die Idee einer Haushaltsabgabe nicht schlecht. Ich kann mich sogar richtig dafür begeistern. Halt! Ruhig bleiben, das Aber kommt schon noch: Aber - wie so oft - mangelt es an der gescheiten Umsetzung. Mich wundert, dass der "Professor aus Heidelberg" sich für so was hergibt. Er hatte doch mal für Mutti die FDP-Steuer erklärt: einfach, gerecht und niedrig.

Der Rücktritt vom Bundes-Horst und dessen Nachfolge lähmt seit Tagen den politischen und vor allem den medialen Betrieb. Umfragen werden gestartet und unreflektiert wiedergekäut. So etwa die Intellektuellen-Blöd, die von der Leyen schon als Favoritin der Deutschen bejubelte. Dabei krankt die Interpretation - wie so häufig - schon an der Fragestellung und zusätzlich an den gestellten Alternativen:

Statistiken kann man ja über alles mögliche verfassen. Mit etwas Glück oder falls der Verursacher nur prominent genug ist, findet man das dann auch in allerhand Medien - oder Diplomarbeiten. Ein besonders schönes Beispiel findet man alljährlich in der Kriminalitätsstatistik des BKA. Da muss als Rechtfertigung der eigenen Legitimation irgendwas steigen. Besonders schön ist dies dann, wenn ein neuer Straftatbestand eingeführt wird. Ebenfalls von Vorteil ist es, wenn man sich nicht an tatsächlichen Fällen entlanghangelt, sondern auf nichtssagenden Nebelkerzen aufbauen kann. Durch Verdachtsfälle lässt sich eine Statistik schön aufbauschen und darüber hinaus von der eigenen Aufklärungsquote ablenken. Damit die Statistik auch vor kritischen Nachfragen standhält ist es wichtig, dass die Zahlen nicht überprüfbar sind, dann fragt schon keiner blöd nach. (via)

Was ist eigentlich aus dem guten 1. April geworden? Früher musste man noch selber herausfinden, ob die mal mehr mal weniger gut erfundenen Geschichten echt sind. Aufgeklärt wurde man dann vielleicht am nächsten Tag. Heute (gestern) wird einem das gleich brühwarm überall aufgetischt. Wahrscheinlich um sich davor zu schützen, dass sie selber darauf reinfallen und am Ende bei BILDblog verewigt werden. Früher war alles besser.

Tags:

Heute hat die CDU ihre Drohung war gemacht und zum ersten Mal den Testlauf für den "schwarzen Kanal" beim ZDF gestartet. ("ZDF-Logo" von gutjahr)

Johannes Aumüller führt in der SZ einen Streifzug durch die Nationenwertungen bei sportlichen Großereignissen. Über die Neuinterpretationen von Medaillenspiegeln und überraschende Ergebnisse: Estland auf Platz Eins.

Tags:

So eine gedruckte Zeitung ist schon blöd. Da kann man eine Meldung immer nur einmal drucken. Im Internet, wo Klicks, Visits und PIs zählen, muss man da andere Wege gehen. Am besten voll automatisiert. Z.B. kann man da Agenturmeldungen tickern lassen. Was Google und leider mittlerweile (meine ehemals geliebte) netzeitung können, kann das Handelsblatt schon lange. Besonders toll ist natürlich (wem geht das nicht so) wenn eine eigene Meldung über den Ticker läuft:

Tags:

Wenn Apple eine neue Schlüpper vorstellt, dann hat die ganze Welt Schnappatmung. So auch beim neuen iPad. Was daran so besonders gewesen sein soll, dass es auch in den heute-Sendungen des Koch-TV vorkommt, ich weiß es nicht. Aber Apple lädt ein und die ganzen Journalistenmeute Groupies machen sich in die Hose. BILD schickt da aber nicht irgendeine Azubine oder gar einen Redakteur hin. Nein! Da wird der Springer-Vorstand persönlich eingeflogen. Und wie bei einem Konzert von den New Kids on the Block (für die jüngeren Semester: Take That), bei dem die Mädels reihenweise in Ohnmacht vielen und sich jahrelang (oder bis zur nächsten Boygroup) nicht mehr wuschen, wenn sie eine Schweißperle der Hampelmänner traf, erging es auch Dr. Andreas Wiele

Wahnsinn! Echt? Ich will ein Kind von Dir! Willst Du mich adoptieren?

Inhalt abgleichen