Fable ist auf Zolas Schiff verschleppt worden und muss auch noch feststellen, dass Clove, einer der wenigen Menschen, der weiß, wer ihr Vater ist, die Seiten gewechselt hat. Zu ihrer Überraschung behandelt Zola sie jedoch freundlich, macht sie zur Leiterin seines Schürferteams und kümmert sich darum, dass niemand ihr etwas antut. Er scheint einen Plan zu haben, der sich ihr erst erschließt, als sie in der Hafenstadt Bastian ankommen und sie die Händlerin Holland kennlernt: Diese entpuppt sich als Fables Großmutter, die noch verschlagener ist als Zola. Obwohl Fable immer noch enttäuscht von ihrem Vater Saint ist, ist sie entsetzt, als sie erkennt, dass ihre Großmutter sich an ihm für den Tod von Fables Mutter und ihrer Tochter rächen will. Sie muss etwas dagegen tun, doch ihre Pläne verstricken ungewollt West und die Besatzung der Marigold immer tiefer in Hollands Ränkespiel - und bald muss sich Fable fragen, ob sie diesem je wieder entkommen kann...
Der zweite Band der Reihe ist mehr geprägt von Intrigen und Politik als der erste, was mir besser gefallen hat. Allerdings haben sich mir gerade dadurch Schwächen in der Story umso deutlicher gezeigt - ich finde Wests Handlungsweise einfach nicht nachvollziehbar. Er ist so verliebt in Fable, die er ja auch noch kaum kennt, dass er von Anfang an alles tut, um ihr zu helfen? Sorry, aber das ist mir selbst für Romantasy zu viel. Ich kann die anderen Crewmitglieder gut verstehen, dass sie keine Lust auf die ganzen Probleme haben, die ihr Kapitän ihnen beschert. Insgesamt muss ich daher sagen, dass die Duologie zwar nicht schlecht ist, mich aber auch nicht begeistern konnte. Nett zum entspannten Zwischendurch-Lesen, aber das war es dann auch schon.